Vorsorgeuntersuchung
Vorsorgeuntersuchungen dienen dem Zweck, Krankheiten möglichst früh zu erkennen oder ihre Entstehung durch Vermeidung von Risiken sogar zu verhindern. Ein großer Teil der Erkrankungen tritt nicht schicksalhaft auf, sondern wird in bedeutendem Maße durch Lebensstilfaktoren beeinflusst. Wir unterstützen den Wunsch des Gesunden nach einer individuellen Überprüfung seines Gesundheitszustandes mit allen uns zur Verfügung stehenden Methoden der modernen Labordiagnostik. In Kürze werden Sie an dieser Stelle unseren umfangreichen IGeL-Leistungskatalog zur Einsicht finden. Vorläufig präsentieren wir Ihnen einen kleinen Ausschnitt aus unserem Programm. Scheuen Sie sich nicht, uns zu fragen oder sich von Ihrem Arzt des Vertrauens beraten zu lassen.
Krebs
Prostata-Krebs gehört zu den häufigsten Krebsarten beim Mann. Deshalb gibt es seit vielen Jahren eine Vorsorgeuntersuchung, die eine Tastuntersuchung der Vorsteherdrüse (Prostata) beinhaltet. Eine dem heutigen Wissensstand angepasste optimale Diagnostik mit dem Ziel der Früherkennung umfasst zusätzlich die Ultraschalluntersuchung des Organs und die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA). PSA ist ein Eiweiß, das bei verschiedenen Veränderungen der Prostata vermehrt ins Blut abgegeben wird, z.B. bei Entzündung, einer gutartigen Vergrößerung, aber auch bei einem Tumor!
Darmkrebs zählt zu den häufigsten Tumoren und ruft vor allem im Frühstadium keinerlei Beschwerden hervor. Wirklich sicher fühlen Sie sich nur, wenn Sie sich durch eine Vorsorgeuntersuchung Gewissheit verschaffen. Früh genug entdeckt, erhöhen sich die Heilungschancen beträchtlich. Neben der Darmspiegelung (Koloskopie) dient der M2-PK-Stuhltest, wie auch der immunologische Nachweis von okkultem Blut im Stuhl der Früherkennung von Darmkrebs.
| okkultes Blut im Stuhl |
GOÄ-Ziffer 3571A |
8,74 € |
| M2-PK-Stuhltest |
GOÄ-Ziffer 3903A |
26,23 € |
Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist mit Helicobacter pylori infiziert, infolge dessen sich bei ca. 15 Prozent der Infizierten eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) oder ein Magengeschwür entwickelt. Diese chronischen Krankheiten können durch eine kurze Behandlung mit Antibiotika geheilt werden und stellen somit kein erhöhtes Magenkrebs-Risiko mehr da. Ein zuverlässiger Test ist der Helicobacter-Antigen-Nachweis im Stuhl, der jedoch als Screening-Methode von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt wird, sondern erst bei einer gastroskopisch gesicherten Diagnose. Diesen Test empfehlen wir Patienten, die sich nicht einer Magenspiegelung (Gastroskopie) unterziehen wollen.
| Helicobacter pylori-Antigennachweis im Stuhl |
GOÄ-Ziffer 4363 |
29,73 € |
Die meisten Menschen kommen irgendwann in ihrem Leben in Kontakt mit dem Papilloma-Virus (HPV - Humanes Papilloma-Virus). In der Regel wird das Virus durch das körpereigene Immunsystem erfolgreich eliminiert. Bei einem Teil der Frauen kommt es jedoch zu einer fortdauernden Infektion mit dem Virus und wenn es zu den pathogenen Untertypen gehört, kann es zur Entstehung von Gebärmutterhalskrebs kommen. Im Rahmen der Früherkennung wird der Gebärmutterhals-Abstrich auf Zellveränderungen untersucht (PAP-Test). Das Virus kann jedoch mit dem HPV-Test, inklusive der Risikobewertung der Untertypen, schon nachgewiesen werden, wenn es noch gar keine Zellveränderungen gibt. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Frauenarzt beraten.
| HPV - Test |
GOÄ-Ziffer 4272 |
29,73 € |
Osteoporose
Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung des alternden Menschen. Zunächst unbemerkt verringert sich die Knochenmasse, die Folge ist ein erhöhtes Risiko, Knochenbrüche zu erleiden, die Abnahme der Körpergröße und ein Rundrücken. Am häufigsten betroffen sind Frauen nach den Wechseljahren aufgrund der ausbleibenden Östrogenproduktion. Ein erhöhtes Risiko haben aber auch Männer mit Testosteronmangel und Personen mit vermehrtem Alkohol- und Nikotinkonsum, kalziumarmer Ernährung und wenig Bewegung. Mit Hilfe neuerer labormedizinischer Untersuchungen kann ein verstärkter Knochenabbau oder ein erhöhtes Risiko nachgewiesen werden, bevor die Erkrankung fortgeschritten ist.
Gesundes Altern
Das Altern ist ein multifaktorieller Prozess, der von Umweltfaktoren und genetischen Faktoren beeinflusst wird. Obwohl man die individuelle genetische Disposition nicht ändern und den Alterungsprozess nicht verhindern kann, gibt es doch das Bestreben, die Grundlagen dieser Prozesse zu verstehen und sie zu beeinflussen. Gesund zu altern durch einen entsprechenden Lebensstil unter Nutzung der Möglichkeiten der modernen Medizin und der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse ist eine Herausforderung, der sich auch unser Institut in Zusammenarbeit mit unseren Partnern stellt.